Velkommen til Norge

Unser Auslandssemester in Norwegen

20Mai
2016

Von Mördern, Stürzen und langen Partynächten

Hello auch von mir :)

wie Corinna schon angekündigt hat, war das Wetter die letzte Woche unglaublich schön und richtig sommerlich. Ninas Papa war noch zu Besuch und am Montag fragten sie mich ob ich nicht Lust hätte mit nach Oslo zu kommen und da ich zum shoppen gewöhnlich nie 'Nein' sage, war ich natürlich gleich am Start. So verbrachten wir unseren Tag mit ein bisschen shoppen und vor allem das wunderschöne Wetter genießen. Am Ende gabs sogar unser erstes richtiges Eis dieses Jahr. Währenddessen erholten sich die zwei anderen Mädels in unserem Garten von dem anstrengenden Trip.

Am Dienstag hatten wir in der früh Uni und bräunten uns am Nachmittag mal wieder im Garten (ich bin WIRKLICH braun geworden! Und das in Norwegen!). Da es irgendwann so heiß wurde, kamen wir auf die Idee, doch mal das norwegische Meer zu testen. Nur im Bikini, Handtuch und FlipFlops ging es für uns dann kurzer Hand an unseren Hafen runter, der Gott sei Dank nur ca. 2 Gehminuten weg ist. Schnell in das doch noch ziemlich kalte Wasser. Aber hey, wir waren echt Anfang Mai in Norwegen im Meer, wer kann das schon von sich behaupten ;) Da Marta an dem Tag Geburtstag hatte veranstalteten wir am Abend noch eins unserer berühmten Barbeques mit allen zusammen.

 

Am Mittwoch stand eine Exkursion zu der Gefängnisinsel Bastøya an. Da es am Morgen mal wieder schnell gehen musste und wir schon wieder viel zu spät dran waren, waren wir alle sehr hektisch und wie es das Schicksal will, stolpere ich über unsere Treppenstufen draußen. Kurzer Schock, da mein Knöchel wirklich laut geknackst hat! Komisch war nur, dass genau das gleiche (gleicher Fuß, gleiche Stufe, gleicher Schmerz) Nina vor zwei Wochen auf dem Weg zum Kindergarten passiert ist. Naja, kurz danach war der Schmerz erträglich und wir kamen 15min zu spät zu unserer Fähre.

Nach der ca. 20 minütigen Fahrt übers Wasser kamen wir auf der Insel an. Wir alle hatten ein sehr mulmiges Gefühl, weil keiner wusste wer jetzt wirklich Insasse war und was wer getan haben könnte weshalb er jetzt hier ist. Gleich am Anfang mussten wir alle unsere Handys abgeben und gingen dann mit unser Führerin wie in eine Art Klassenzimmer, wo die Insassen unterrichtet werden. SIe klärte uns über allgemeine Sachen auf, z.B. dass das ein offenes, reines Männergefängnis ist, die Insassen aber keine Zellen haben, sondern ganz normal mit einem oder mehreren Mitbewohnern in einer kleinen Wohnung leben. Das dient zur Resozialisation und zur Eingewöhnung wieder an das normale Leben draußen. So müssen sie auch selber einkaufen gehen und arbeiten (z.B. als Automechaniker, Schreiner, Gärtner) wofür sie dann auch ein bestimmtes Gehalt bekommen. Keiner der Gefangenen kommt direkt nach seiner 'Tat' auf die Insel, alle saßen davor schon in einem normalen Gefängins und konnten sich dann sozusagen für ihren letzten Jahre/Monate in Haft für die Insel bewerben. Nach ca. einer halben Stunde kam dann ein Mann rein, der stark nach Mechaniker aussah, seiner Kleidung zu urteilen. Es war ein Insasse, den wir alles fragen durften was wir wollten. Was uns natürlich am meisten interessierte: Was hat er für eine Tat begangen? Ein murmeliges Gefühl machte sich breit, als er erzählte, dass er auf Drogen einen Mann erschossen hatte. Als er dann aber von seiner jetzigen positiven Einstellung erzählte, dass er seine Familie und Freundin unglaublich vermisst, dass er seine Leidenschaft im Gitarren spielen gefunden hatte und und und, war das Gefühl gleich wieder verflogen. Am Ende führte er uns sogar noch in seine Wohnung und präsentierte und sein unglaubliches Talent auf der Gitarre. Als dann auch noch einer unserer Mitstudenten Manuel eine Jamsession mit ihm startete und beide zusammen musizierten, waren wir alle völlig begeistert. Danach besichtigten wir noch den Supermarkt, den Kuhstall etc und hatten ein Mittagessen in der Kantine, bevor es auch schon wieder nach Hause ging.

Am Abend beschlossen wir nach Tønsberg auf so eine Art Volksfest zu fahren. Marta, Nina und ich fuhren sogar einmal mit der Achterbahn.

Am Donnerstag mussten wir in Gruppen unsere Präsentationen von den zwei Kindergartenwochen halten und ein bisschen darüber berichten. Am Abend kamen dann noch Ena und Andi, zwei Freunde von Nina an und wir spazierten noch zum Hafen runter, während Corinna Party machen ging.

Freitag hatten wir frei, weil LEIDER unser Dozent krank geworden ist (wir tippen auf Männerschnupfen, da wir ihn am Mittag in der Stadt im Auto gesehen haben). So beschlossen Kristin und ich ein bisschen shoppen zu gehen in Tønsberg, während Nina mit ihrem Besuch auch shoppen war und Corinna ihren Besuch aus Deutschland (Katharina, Didi, Carina und Jasmin von der PH) in Empfang nahm. 

Samstag besichtigte Nina Verdens Ende, während Corinna shoppen und ich mit Kristin endlich mal wieder im Gym war. Am Abend hieß es dann: PARTYTIME! Natürlich wieder im Harbour.

Sonntag ging es dann für Nina und Corinna mit ihrem ganzen Besuch in die Nähe von Løvøya zu einer Aussichtsplattform, allerdings auch nicht vor 17 Uhr, da wir alle noch ein wenig angeschlagen von der Nacht davor waren.

 

Montag war auch bei uns Feiertag und wir hatten eine Wohnung in Oslo gemietet, da am Dienstag der Nationalfeiertag war und wir uns da keinen Stress mit hinkommen etc machen wollten. So fuhren Nina, Ena und Andi schon morgens mit dem Zug, während Kristin und ich erst nachmittags mit dem Auto folgten. Nachdem am Abend noch Anja, eine andere Freundin von Nina, angekommen war kochten wir. Spontan kam nachts auch noch Corinna dazu.

Am nächsten Morgen (wir wollten EIGENTLICH um 10 Uhr los) frühstückten wir und machten uns alle fertig, was sich aber mit 6 Mädels und nur einem Bad/Spiegel schlecht vereinbaren ließ ;) So wurde es dann doch erst 11 bis wir loskamen. Den Tag über schauten wir die Parade an, sahen die Königsfamilie (zwar nur klein, aber immerhin), waren im Szeneviertel Acker Bryge und saßen dort direkt neben einem Partyboot in der Sonne. Am Abend gingen wir noch Essen und fuhren schließlich wieder alle nach Hause. 

Mittwochmorgen stand die Vorbereitung für den Kajaktrip nächste Woche auf dem Programm und zwar in der hochschuleigenen Schwimmhalle. Zusammen (natürlich alle hochmotiviert), putzten wir erst einmal die Kajak und schleppten sie dann in die Halle, bevor wir uns umzogen und uns dann selber mit ihnen ausprobieren durften (mein ganzer Oberschenkel ist ein blauer Fleck, ich denke das sagt alles). Im Endeffekt war es dann ganz witzig, auch wenn das Becken viel zu winzig für 9 Kajaks war. WIr mussten unter anderem das stoppen üben und wie man sich am besten ins Wasser fallen lässt, wenn man noch innen drin sitzt. Und wie man anderen hilft die ins Wasser gefallen sind. Danach hatten wir noch eine kurze halbstündige Vorlesung über die Gefahren beim Kajak fahren und alle möglichen Erfrierungsgrade (was uns natürlich überhaupt keine Angst gemacht hatte). Am Mittag ging es für Nina dann endlich mal wieder shoppen mit Anja während wir anderen noch ein bisschen Schlaf nachholten.

Gestern hatten wir von 9-12 Uhr dann wieder Uni. Wir wurden erst ein bisschen über unseren Kajakausflug aufgeklärt (Packlisten etc.) und übten uns dann noch im Zeltaufbauen (ja wir sind jetzt Outdoor Menschen) und Erste-Hilfe-Übungen. Nach dem Mittagessen ging es für Nina nach endlos langer Zeit (;)) endlich mal wieder nach Verdens Ende und für Kristin, Corinna, Marta und mich nach Tønsberg zum shoppen. Gestern Abend war dann wieder Partytime und obwohl Anja ihren Ausweis vergessen hatte und wir mal wieder nicht reinkamen war es ein ganz witziger Abend.

Ich denke dass der nächste Eintrag übers Kajakfahren gehen wird, also seid gespannt!

Bis schon ganz bald, eure Celina!kiss

 

 

20Mai
2016

Preikestolen & Bergen

Hallo ihr lieben in Deutschland,

Unsere letzten Wochen hier in Norwegen fliegen nur so dahin und wir sind immer hinter her unseren Blog auf dem aktuellen Stand zu halten. Es wird also Zeit noch über Kristins und meinen Roadtrip an die Westküste zu erzählen...

Insgesamt waren wir acht Leute verteilt auf zwei Autos. Die Österreicher hatten in ihrem Auto noch unseren neu gewonnen französischen Freund Valentin im Gepäck und Kristin und ich fuhren mit Mire bei Fredrik mit.
Nach unserer Nacht im Wald waren wir ziemlich müde und bis dann eine passende Unterkunft für die Nacht gebucht und eine neue Reisetasche gepackt war, war es doch schon später Nachmittag bis wir los kamen und weit nach Mitternacht bis wir in unserer Cabin in den Bergen ankamen. Eigentlich war geplant den Fjord über eine Brücke zu überqueren, doch diese wird erst in drei Jahren fertig gestellt sein und als wir an der Fähre ankamen konnten wir nur noch den  Jungs, die früher losgefahren waren, vom Festland aus zuwinken. Nachdem wir  eine geschlagene Stunde todmüde im Auto ausgeharrt hatten, konnten wir auch endlich die Fähre nehmen und als wir dann in unserer süßen Hütte ankamen wurde die Stimmung auch gleich wieder besser... Die Hütte gehörte zu einem privatbetriebenen Hotel und hatte über zwei Stockwerke verteilt 5 Schlafzimmer, 2 Bäder und eine Küche und ein großes Wohnzimmer.

Nach einer kurzen Nacht machten wir uns am nächsten Tag voller Vorfreude auf zum Preikestolen. Der Parkplatzt war schon gerammelt voll mit Autos und Bussen und auch auf der Wanderstrecke begegneten wir unglaublich vielen Menschen unterschiedlicher Fitness-Klassen: von Soldaten über Jogger bis hin zu Kleinkindern und Rentnern war alles dabei und wenn man gesehen hat, mit was für schlechtem Schuhwerk die Leute unterwegs waren, war es nicht verwunderlich das es extra Hinweisschilder gab, die Wanderung nicht mit High Heels anzutretenwink Fast zwei Stunden haben wir für den Hinweg gebraucht bei dem sich flache und steile Stücke immer wieder abgewechselt haben. Jeder hat versucht, trotz der großen Menschenmasse, sein eigenes Tempo zu laufen und zwischen drin haben wir immer wieder auf einander gewartet, Fotos geschossen und einmal mussten wir fast 20 min wegen eines Hubschrauber Einsatzes warten. Eine Frau konnte nicht mehr weiter laufen, aber es schien keine sehr schlimme Verletzung gewesen zu sein.
Als wir den Preikestolen dann erreichten, kamen wir aus dem Staunen von diesem fantastischen Ausblick nicht mehr raus. Zwei Stunden verbrachten wir dort oben: schossen Fotos aus jeder Perspektive, vesperten und genossen unser Gipfelbier und die Atemberaubende Landschaft. Je später es wurde desto weniger Menschen waren dort und wir bereuten es doch nicht mehr, es nicht früher aus dem Bett geschafft zu haben!! Auf dem Rückweg sprang Valentin zum Baden noch in einen Bergsee (der ist einfach genauso verrückt wie wirsmile).

    

Am Abend wurde unsere kleine Hütte noch auf ihre Partytauglichkeit getestet und es wurde wieder eine Nacht mit wenig Schlaf. Am nächsten Morgen war es schwer eine Unterkunft in Bergen zu finden, doch schlussendlich fanden wir etwas über Airbnb. Es war ein modernes Reihenhaus mitten auf einen kleinen Insel am Stadtrand von Bergen mit Terrasse und einem riesigen Wohnzimmer mit offener Küche. Durch eine Glasfassade konnte man den Blick über den Fjord genießen!! So beschlossen wir einen gemütlichen Abend mit kochen zu verbringen und "früh" schlafen zu gehen. Mit dem Wetter hatten wir dieses Mal riesen Glück. Sonnenschein die ganze Zeit und auf unserem Weg nach Bergen bewunderten wir die tolle Landschaft mit ihren schneebedeckten Gipfeln, den grasbewachsenen Häusern an den Fjorden und den vielen Wasserfällen.


Am nächsten Tag hatten wir einen tollen Tag in Bergen. Wir bummelten durch die Stadt und besuchten den berühmten Fischmarkt. Dort probierten wir Wal und ich aß mein erstes Fischbrötchen hier in NorwegenJ Über Mittag besuchten wir das VilVite Science Centre in welchem man aktiv vielen Naturphänomenen und physikalischen Eigenschaften auf den Grund gehen kann. Außerdem gibt es noch Spielgeräte an denen man sein Fähigkeiten, wie Konzentrationsvermögen, Reaktionsgeschwindigkeit, Kraft etc. testen kann. Unter all den Kindern hatten wir 8 verrückten eine Menge Spaß und gingen am Ende nur sehr ungern, aber die Zeit drängte, denn es sollte noch am selben Tag heim gehen.

Der Rückweg war für Peter und mich der selbe wie damals die Hinfahrt bei unserem Roadtrip und es war sehr interessant zu sehen, was sich alles verändert hatte. Vor allem die Wasserfälle waren eisfrei und führten viel mehr Wasser und auf der Hadangervidda lagen nur noch 3m Schnee ;-)
Mitten in der Nacht kamen wir dann müde aber sehr glücklich wieder nachhause. Wir hatten so viel Spaß zusammen, haben so viel tolle Natur gesehen und ich war einfach nur dankbar das ich diesen Trip mit so wunderbaren Menschen erleben durfte.

Für die nächste Woche sind sommerliche Temperaturen angekündigt und wir werden wohl erst mal alle auf den Liegen im Garten entspannen und das ein oder andere Stündchen Schlaf nachholen.

 

Liebe Grüße aus Norwegen, eure Corinnakiss

05Mai
2016

Update

Hallihallo,

ich bins mal wieder - eure Nina aus Norway smile

Eine sehr gute Nachricht zuerst: der Frühling scheint es endliiiich vollständig hier her geschafft zu haben. Die Wiesen werden immer grüner, die ersten Bäumchen blühen, die Knospen spriesen und die Tage werden länger und wärmer.

Ansonsten haben wir unsere Praktikawochen (mehr oder weniger) gut zu Ende gebracht. Corinna hatte noch ein paar aufregende Tage, währen Celina, Kristin & ich eher ein bisschen froh waren, als der letzte Tag dann auch vorbei war. Die Kinder waren zwar nett und haben versucht mit uns zu spielen und zu reden, die Sprachbarriere war aber doch einfach zu groß und so waren wir die meiste Zeit stille Teilnehmer und Beobachter des Kindergartentreibens. Aber das haben wir nun auch geschafft und können ein Häkchen dahinter setzen.

Mit einem weinenden Auge habe ich meinen Bruder Niklas, seine Freundin Julia und meinen Freund Michi am Samstag gut verabschiedet. Wie ihr wisst, ist es jetzt tatsächlich nicht mehr lange bis wir wieder zurück kommen und jetzt bei dem schönen Wetter wollen wir die Zeit hier noch optimal genießen und nutzen. Gesagt, getan - den Samstagabend verbrachten wir gleich mal wieder feiernd in unserem Stammlokal "Harbour". Marta hatte Besuch von zwei spanischen Freunden und so hatten wir mal wieder einen schönen, multikulturellen Abend mit all unseren neu gewonnenen Freunden. Am Sonntag haben wir uns alle auskuriert und hatten einen entspannten Tag, den wir mit (dieses mal gekaufter) Pizza ausklingen liesen. Ein paar unserer Kommilitonen waren bei uns, da Corinna und Kristin ihren Roadtrip zur Westküste planen wollten, den sie gestern Nachmittag erfolgreich antraten. Dazu später mehr...

Für diese Woche war von der Uni her "nur" unsere Übernachtung im Wald angesagt. Mit mulmigem Gefühl gingen wir am Montag um 12 in die Uni zur Vorbesprechung. Die Wettervorhersage für die Nacht mit 80% Regenwahrscheinlichkeit trug leider nicht zu besserem Wohlbefinden bei und schnell wurde uns allen klar, dass es besser wäre, wenn wir die Exkursion auf die Nacht von Dienstag auf Mittwoch verschieben würden. Am Montag waren wir dann noch überlebensrettende Dinge einkaufen, wie Plastiktüten, Klebeband, eine Unterlegmatte und Schokolade!

Am Dienstag trafen wir uns dann um 15 Uhr an der Uni und machten uns schwerbepackt mit mehreren Autos auf den Weg nach Merkedammen ins Landesinnere. Eigentlich besteht unser Kurs ja aus 20 Leuten und gerade einmal 14 waren motiviert (und gesund) genug um an unserem Trip teilzunehmen. Das Team Deutschland war natürlich vollständig vertreten!! Nach 50 Minuten Fahrt über den ein oder anderen mehr als holprigen Weg kamen wir am Ziel an. Ein schöner See, umgeben von Wald und viel Sumpfgebiet. 

 

Nach einer gefühlten Ewigkeit waren wir bereit für den Fußmarsch zu unserem Schlafplatz - mitten im Wald. Über Stock und Stein, bergauf, bergab, vollbepackt kamen wir ca 1,15h später bei unserem "gemütlichen" zuhause für eine Nacht an. Nach einem schönen Lagerfeuer und wirklich gutem Essen waren wir bereit für die erste Nacht ohne Zelt unter freiem Himmel. Der Grund für die Exkursion war übrigens nicht nur das Schlafen unter freiem Himmel und dem Überlebenskampf, sondern in erster Linie waren wir dort, um eine spezielle Vogelart zu beobachten. Vor dem Schlafengehen bekamen wir also noch eine Instruktion von unserem Dozenten, dass wir gegen 1 Uhr nachts die Vögel gut hören können und gegen 4/5 Uhr dann nochmal wach sein sollten, um die Vögel zu sehen...jaaaa genaaaauuuuu. Natürlich war ich gefühlte 10 mal in der Nacht wach, weil mir alles mögliche weh tat und ich meine Position mühsam ändern musste, aber von ausergewöhnlichen Vögeln hab ich (und der Großteil der anderen) nicht wirklich was mit bekommen. Corinna ist eine der wenigen die tatsächlich 45 min wach lag und versucht hat irgendetwas mitzubekommen und sie meint auch Umrisse von irgendwas gesehen zu haben...

Auf jeden fall war diese Nacht für uns alle eine wirklich neue Erfahrung, vor allem als wir morgens aufwachten und das Wasser in unseren Trinkflaschen gefroren war, was bedeutet, dass es auf jeden fall um die 0 grad hatte surprised Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle nochmal an die Sternschnuppe und die sämtlichen Schlafsackspender, ohne die wir diese Nacht sicher nicht überlebt hätten. Im Nachhinein sind wir alle ziemlich stolz auf uns, dass wir das so gut gemeistert haben und werden die Nacht sicher noch ein paar Mal Revue passieren lassen.

 

Am Mittwoch um 13 Uhr waren wir dann alle wieder fix und fertig daheim, konnten gerade noch ein bisschen chillen, bevor sich Kristin und Corinna mit weiteren 6 unserer Mitstudenten auf den Weg an die Westküste machten und ich abends meinen Papa und seine Freundin Petra in Empfang genommen habe, die mich hier für eine Woche besuchen kommen.

Die Westküstentruppe war heute auf dem bekannten Preikestolen und machen sich heute Nacht/morgen weiter auf den Weg nach Bergen, wo sie bis Samstag oder Sonntag bleiben wollen. Vielleicht schreibt Corinna noch einen eigenen Blogeintrag, will jetzt aber nicht zu viel versprechen. Celina macht sich ein paar gemütliche Tage daheim, bei endlich schönem Wetter und ich mach mir natürlich auch ein paar schöne Tage mit meinem Besuch. Haben heute schon den ganzen Tag die Sonne in Tønsberg genossen und morgen gehts dann (mal wieder) nach Oslo bei hoffentlich genauso schönem Wetter.

Ich hoffe ihr hattet alle einen schönen Vatertag und der ein oder andere von euch kann morgen seinen Brückentag genießen, bevor das nächste Wochenende auch schon wieder vor der Türe steht. Also, lasst es euch gut gehen, bis ganz bald

eure Nina kiss

28April
2016

Praktikawochen & volle Wochenenden ;-)

Hallo alle zusammen, es wird mal wieder Zeit, dass wir uns melden. Aber ob ihr es glaubt oder nicht, wir haben zur Zeit wirklich viel zu tun!! Die letzte und diese Woche machen wir unser Praktikum in verschiedenen Einrichtungen hier in der Gegend, das heißt, wir haben eine fünf Tages Woche, das sind wir gar nicht mehr gewohntwink

Nina ist mit Marta in einem Outdoor-Kindergarten auf Nøtterøy. Sie sind mit den Kindern den ganzen Tag draußen. Diese genießen beim Spielen viele Freiheiten, dass sind wir aus deutschen Kindergärten so nicht gewöhnt. Das Highlight für Nina war ein Bootsausflug mit den Kids zu einer Insel. Dort haben sie eine Wanderung vorbei an „wilden“ Schafen unternommen und die Kleinen waren vollkommen fasziniert von einem Schädel, den sie dort gefunden haben...

Celina und Kristin sind hier in der Nähe auf einem Farmkindergarten mit Ziegen, Hühnern, Hasen und einem etwas schwierigem Pony. Auch sie halten sich den ganzen Tag draußen im Freien auf. Nach anfänglichen Schwierigkeiten u.a. die Sprachbarriere haben sie jetzt Spaß an ihrem Praktikum und die Kinder werden auch offener von Tag zu Tag. Die zwei haben schon ihre ersten norwegischen Brocken gelernt und meistern auch die An-und Abfahrt mit dem Fahrrad mit Bravour!!!

Ich mache mein Praktikum im Naturcenter hier in Horten mit fünf anderen aus meiner Klasse. Wir machen jeden Tag Ausflüge mit Schulklassen oder suchen nach geeigneten Plätzen für Exkursionen hier in der Gegend. Wir waren schon mit Kindern um die zwölf Jahre im Wald, haben Insekten gesammelt, Vögel beobachtet, Brücken über Bäche gebaut, haben in einer Chemiestunde Karamell über dem Feuer gekocht und Pizza in einem selbstgebauten Steinofen gebacken. Am Freitag waren wir dann ohne Kinder bei Sandefjord am Meer um zu schauen, was für Organismen dort im Wasser leben. Mit einem Einteiler – der Schuh und Hose in einem war – bin ich durchs flache Wasser gestiefelt und habe ein Netz hinter mir her gezogen. Am Ende hatte ich Muscheln, Garnelen und zwei kleine Flunder gefangen. Nach einem täglichen Lagerfeuer ging es dann ins wohlverdiente Wochenende...

 

Während die Mädels mit Marta am Samstag mal wieder in Tønsberg shoppen waren, war ich mit den Österreichern und weiteren Internationals hier in der Nähe an einem See um zu Rudern und zu Angeln. Den Schlüssel fürs Bootshaus hatte ich vom Naturcenter ausgeliehen und die Jungs hatten eine Angel auf einem Flohmarkt erworben. Unermüdlich sind wir über den See geschippert und haben die Angel ausgeworfen. Leider wollte keiner der Fische anbeißen, was vielleicht auch an dem kalten Wetter lag. Zu Beginn unserer Bootstour hat es sogar kurz geschneit!! Trotzdem hatten wir eine tolle Zeit. Abends haben wir ein Lagerfeuer am Seeufer gemacht und die Dämmerung genossen, die mittlerweile bei uns schon bis kurz nach zehn anhält.

Das Wochenende davor verbrachten wir mit Marta, Mire und Peter auf der Hütte von Fredrik. Diese liegt zwei Autostunden von uns entfernt mitten im Nirgendwo. Der Ort nennt sich Gautefall Heia und es gab kein fließend Wasser, was eine Herausforderung für alle war!! Am Samstag haben wir alle eine Wanderung unternommen. Auch dieses Mal wurden wir nicht vom Schnee verschont und Nina, Celina und die spanischen Girls haben sich irgendwann auf den Heimweg gemacht, auch weil Mire‘s Sportschuhe komplett durchgeweicht waren ;-) Wir anderen vier sind noch weiter auch um uns unser Gipfelbier richtig zu verdienen!!  Am Freitag haben uns Nina, Celina und Marta mit Kässpätzle bekocht, am Samstagmorgen habe ich die Pfanne geschwungen und Blaubeer- Pancakes gebacken und nach der Wanderung haben wir Pizza gemacht. Wir ihr seht, lassen wir es uns trotz horrender Preise immer gut gehen!!!

Die restliche Zeit haben wir damit genossen, nichts zu tun. Wir waren mit Fredrik‘s Hund Milo Gassi, haben viel Karten gespielt etc. Am Samstag nach der Wanderung sind Fredrik, Marta, Kristin, Peter und ich dann in einen eiskalten See gesprungen um uns zu waschen *brrrrr*. Um uns dann wieder aufzuwärmen musste der Jägermeister dran glauben und zum Teil auch der Schlaf mancher Leute, da wir bis in die Morgenstunden zu lauter Musik getanzt haben smile

Seit Anfang dieser Woche gehen wir wieder fleißig ins Praktikum. Zwar fehlten Celina und Ich am Montag, da wir uns eine Erkältung eingefangen hatten  und Nina verbrachte die ein oder andere Stunde anderswo mit Ihrem Besuch aus Deutschland. Seit dem Wochenende sind ihr Freund Michi, Ihr Bruder Niklas und seine Freundin Julia hier. Die vier waren am Montag in Oslo und andere schöne Orte wie Verdens Ende haben sie auch schon abgeklappert. Am Donnerstag hat Niklas dann seinen großen Tag (Geburtstag) und wir nehmen dies zum Anlass um mal wieder alle zusammen groß und ausgiebig feiern zu gehen innocent

 Wie Ihr seht verfliegt die Zeit nur so und wir versuchen keinen Gedanken daran zu verschwenden, dass es bald nur noch ein Monat sein wird, den wir hier verbringen werden...


Viele Liebe Grüße sendet euch eure Corinna aus dem hohen Norden, wo der Frühling mit all seinen Blumen, Blühten und warmen Sonnenstrahlen nun auch endlich angekommen ist!!kiss

12April
2016

Viel passiert

Hellooo :)

Am Montag war unser erster freier Tag der Woche und wir beschlossen nach Tønsberg zu fahren, um ein bisschen shoppen zu gehen und einen Friseur für Nina zu finden. Letzteres stellte sich im Gegensatz zum shoppen (Zitat Nina vor 2 Wochen: Ich darf jetzt wirklich (!!!) kein Geld mehr für Klamotten ausgeben) als eher schwierig heraus, da keiner einen 'normal Haircut' für unter 60€ anbot. Corinna probierte währenddessen unsere hochschuleigene Schwimmhalle mit Sauna mit den osterreichischen Jungs aus.

 

Am Dienstag ging es für uns dann auf die Insel Tjøme zum Vogelhäuschen bauen zu unserem Biologie Dozenten, der ganz in der Nähe von Verdens Ende ein Haus besitzt. Da ein paar Verspätung hatten, lud er den Rest von uns in  seine Hütte im Garten ein (ausgestattet mit Sofas, ganz vielen Büchern und einigen Insektensammlungen) zum Kaffee trinken. Anschließend ging es wieder nach draußen, wo uns sein Sohn, der auch Biologie studiert, eine kleine Einführung im Sägen und Bohren gab, bevor es für uns endlich selber losging. Nina, Kristin, Marta und ich waren eine Gruppe und ausgestattet mit Säge, Kleber, Hammer und Nägeln durften wir endlich anfangen. 2 Stunden später war es dann endlich vollbracht und wir waren und sind immer noch unglaublich stolz auf unser erstes selfmade Vogelhäuschen. Mittlerweile hängt es bei uns im garten und das erste Blaumeisenpärchen hat sich auch schon eingenistet. Nach einer kleinen Essenspause besuchten wir noch den Nationalpark, der direkt an dem Garten unseres Dozenten grenzt. Am Abend ging es für uns alle dann mal wieder ins Gym bevor wir todmüde ins Bett fielen.

Am Mittwoch war unser zweiter freier Tag, wir hatten allerdings noch ein Essay über das Öl Thema von letzter Woche zu schreiben womit wir den halben Nachmittag verbrachten. Während Corinna wieder schwimmen war bekamen wir drei Besuch von Marta. Nach einem kurzen Kartenspiel beschlossen wir aufgrund des schlechten Wetters eine Movienight mit den Filmen Divergent, Insurgent und Allegiant zu machen. Aber natürlich nicht ohne selbstgemachtes Popcorn ;) Um 2 Uhr Nachts waren wir dann endlich durch und Marta beschloss darauf kurzerhand bei uns zu übernachten.

Am Donnerstag in der Früh hatten wir dann mal wieder Uni mit dem Thema 'Outdoor Kindergarten'. Da wir die nächsten zwei Wochen ein Praktikum machen müssen, bekamen wir nun auch endlich mal alle Informationen dazu. Glücklicherweise sind Kristin, Mire und ich hier in einem Farmkindergarten in Åsgårdstrand, so dass wir das Auto nicht brauchen. Nina ist mit Marta in einem Outdoorkindergarten in Karlsvika und Corinna mit ein paar anderen in Horten. Danach ging es für mich noch in das Studentenbüro der Hochschule, da wir rausgefunden haben, dass es für unter 20 Jährige eine Liste gibt, in die man sich eintragen kann und dann trotzdem in den Club ab 20 kommt, wenn dort eine Party der Uni ist. Leider hatte vor Ort keiner wirklich ein Plan wie alles funktionert und so warteten wir dort schlappe 2h bis ich endlich in die Liste eingetragen war und wir Abends ins Harbour, zu Quiz- und Karaokenacht konnten. Wir waren in dem Quiz zwar nicht sooo gut, die Party danach war aber mal wieder umso besser ;) Corinna ist währenddessen am Nachmittag nach Hause geflogen um ihr Motorrad zu holen. 

Am Freitag hatten wir die Möglichkeit, einen Farmkindergarten in Larvik zu besuchen, wovon wir alle restlos begeistert waren. Ihr könnt euch das einfach wie ein Bauernhof vorstellen mit Schafen, Pferden, Hühnern und Hasen, einem riesigen Stall der umgebaut wurde um darin mit den Kindern zu arbeiten und ein Haus, in dem sich die Küche und viele weitere Räume befinden zum Spielen und Lernen. Wir wurden von dem Besitzer herumgeführt und alle Fragen wurden ausnahmslos beantwortet. Nach der Hofführung ging es noch in den Wald, der auch dem Bauernhofbesitzer gehört und der dort unter anderem einen riesigen Spielplatz und Zelte zum Essen hingebaut hat. Nach dem Ausflug nach Larvik haben wir nicht mehr viel gemacht, da wir für Samstag fit sein mussten.

Marta hatte uns alle nämlich zu einem Fußballspiel der Hochschule angemeldet und das stand an diesem Samstag an. Witzigerweise waren wir das einzigste Team (im Team: Jakob, Peter, Dominik, Mire,Marta,Nina, Kristin und ich) in dem Frauen mitspielten und zusätzlich konnte keiner davor wirklich gut spielen mit Ausnahme von Peter, der im Verein spielt. Wir hatten 6 Spiele à 12 Minuten zu spielen von dem wir kein einziges gewannen :D bei uns stand der Spaßfaktor ganz klar im Vordergrund. Von Anfang an feuerten uns alle anderen an und ließen uns am Ende sogar ein paar Tore schießen :D Am Abend ging es für die zwei Mädels mit den anderen noch nach Tønsberg zum feiern, während ich zu Hause blieb, da die Clubs wieder erst ab 20 waren und die Securitys ihre Sache v.a. Samstags sehr ernst nehmen.

Am Sonntag Mittag kam dann auch Corinna wieder an und wir tauschten uns erst ein Mal über die letzten Tage und v.a. die letzte Nacht aus. Am Abend beschlossen wir dann alle Essen zu gehen, da keiner wirklich Lust zum kochen hatte. So fuhren wir nach Tønsberg zu einem Thailänder und unser Essen war überragend gut. Gestärkt und über glücklich von dem guten Essen ging es dann wieder nach Hause. 

Gestern hatten wir dann mal wieder frei und wir beschlossen kruzfristig ein Barbecue mit allen zu machen, da Corinna Unmengen an Fleisch aus Deutschland mitgebracht hatte. So ging es für uns nach dem Hausputz erst einmal zum Großeinkauf und danach gleich weiter zum Vorbereiten, Schnibbeln und kochen. Mit Kartoffelsalat, gefülltem Brot, selbstgemachter Kräuterbutter, Fleisch, Würstchen und und und. Nachdem wir alle pappsatt waren, spielten wir noch Karten bis spät abends bis uns die anderen verließen und wir schlafen gingen (bzw noch an WordPress weiterarbeiteten).

Heute ging es dann wieder auf Exkursion mit Kari Anne nach Tønsberg zum 'Path for the Eye', einem Pfad, den Künstler mit verschiedensten Skulpturen ausgestattet haben. Nachdem wir den Pfad einmal abgelaufen waren, durften wir uns in Gruppen eine Skulptur oder ein Kunstwerk aussuchen, dass wir mit Kindern besuchen würden und sollten Lern- und Spielaspekte herausarbeiten. Nach einer kurzen Pause in der Sonne (wir haben hier endlich auch gutes Wetter), gng es wieder zurück und zu einem anderen Platz, wor wir selber nicht genau wussten warum wir dort jetzt waren :D 

Jetzt liegen wir draußen in der Sonne, bevor es nachher noch ins Gym geht!

Liebe sonnige Grüße aus Norway, sendet euch eure Celinakiss

05April
2016

Bergen & Cabin-Trip

Hallo ihr Lieben, 

Wie Nina in unserem letzten Blogeintrag schon erwähnt hat, schreibe ich noch über meine Reiseerlebnisse in den letzten beiden Wochen...

Während die anderen Mädels in den Osterferien also alle Besuch von ihren liebsten bekommen haben, habe ich einen Roadtrip nach Bergen unternommen. Peter holte mich mit dem Auto der österreichischen Jungs Montagmittag bei strahlendem Sonnenschein ab und dann ging es auch schon los. Unser grober Plan war, auf die Hardangervidda (die größte Hochebene Europas) zu fahren, dort zu wandern und einen bekannten Wasserfall anzuschauen.

Als wir gegen 20h das Hochplateau erreichten, war es dunkel und um uns herum befand sich nur noch Schnee. Da wir aber nicht am Wasserfall vorbei fahren wollten beschlossen wir in einer Bucht am Straßenrand zu übernachten. In Windeseile richteten wir unseren Schlafplatz ein: Gepäck, Kochutensilien und Lebensmittel kamen auf die Vordersitze, dann wurde die Rückbank nach vorne geklappt, der Kofferraum mit Liegenauflagen gepolstert und dann kuschelten wir uns in unsere Schlafsäcke!!!
Wie sich bald herausstellte hatten wir uns die beste „Parkbucht“ von allen ausgesucht. Etwa alle 20 min wurde lautstark Schnee vom vorbeifahrenden Schneepflug auf unser Auto geschleudert oder aber dieser wendete bei uns und strahlte mit seinen Scheinwerfern immer direkt in unser Auto...Nach dieser etwas unruhigen Nacht wachten wir morgens in mitten einer entstandenen Schneeverwehung auf und es begrüßte uns eine dicke Nebelsuppe. Um uns aufzuwärmen fuhren wir gleich zum Wasserfall, nachdem uns ein Local versichert hatte, dass es kein Problem dort in der Schlucht etwas zu wandern.  

Wir waren hoch motiviert für eine längere Wanderung, doch unsere Motivation wurde  schlagartig gebremst, als wir am Parkplatz ankamen und dieser gerade erst für die bald eintreffenden Sommertouristen von Schnee befreit wurde!

Der „Wanderweg“ oberhalb der Schlucht verschwand komplett im Tiefschnee. Also stampften und krabbelten wir 45min lang durch den Schnee von einer Aussichtsplattform zur nächsten. Oft sanken wir bis zur Hüfte ein und bei den Plattformen konnten wir nur auf dem Bauch vor ans Geländer robben, da der Schnee bis hinauf zur Brüstung reichte. Es zog dann auch noch Nebel in die Schlucht und so fuhren wir bald mit dem Auto weiter, hinunter von der Hardangervidda in Richtung der Fjorde.

 

Man mag es kaum glauben, aber nachdem wir durch zwei Tunnel gefahren waren, die sich spiralförmig durch den Berg wanden, kamen wir im komplett schneefreien Tal an.  Beim nächsten I-Site mit angeschlossenem Café schlugen wir mittags unser Lager auf. Wir kochten zwei Stunden Spagetti-Bolognese, machten noch einen zwei stündigen Spaziergang in der Abenddämmerung und als es dunkel war saßen wir auf der Terrasse des geschlossenen Cafés mit Musik, Bier, Studentenfutter und WLAN.

Am nächsten Morgen weckte uns die Sonne und so machten wir uns wieder auf den Weg. Wir wollten in der Nähe in einer Schlucht zu einem See mit Wasserfall wandern. Den Tipp hatten wir uns aus dem I-Site geholt. Es sollte sich um einen gemütlichen  einstündigen Spaziergang ohne Schnee handeln. Im Tal angekommen mussten wir leider feststellen, dass hier wenig Sonnenstrahlen hingelangen und der Sandweg hoch zum Rondell, den wir eigentlich mit dem Auto fahren wollten komplett mit Schnee bedeckt war.  Also stapften wir 40 min zum eigentlichen Startpunkt unserer Wanderung, nur um dort keinerlei Wegweiser für einen Wanderweg zu finden. Trotzdem entschieden wir uns am Bach weiter zu laufen, denn dieser, so hofften wir hatte seinen Ursprung im See. Da es beim Bach aber nur riesige Felsbrocken gab, die zum größten Teil sehr rutschig waren beschlossen wir die Steilwand hochzuklettern um oben in der Sonne laufen zu können. Dort angekommen war der Schnee komplett aufgeweicht und so sanken wir immer wieder bis zum Knie ein und hatten bald schon komplett nasse Schuhe. Als wir endlich an einem Punkt ankamen, an dem wir das ganze Tal überblicken konnten, mussten wir enttäuscht feststellen, dass es weit und breit keinen See oder Wasserfall gab. Wir genossen noch ein wenig die Aussicht, machten uns auf den Rückweg und fuhren anschließend weiter Richtung Bergen. Es ging immer entlang eines Fjordes und als wir einen Rastplatz mit Feuerstelle erblickten, beschlossen wir hier unser Nachtlager aufzuschlagen. Wir machten Lagerfeuer, grillten Würsten, machten Salat, kochten Kartoffeln und genossen einfach den Abend und die Stille während hinter den Bergen der Vollmond aufging und sich im Fjord spiegelte =)

 

Am nächsten Morgen wurden wir von Schneeregen geweckt und so beschlossen wir gleich in einem Stück nach Bergen zu fahren ohne vorher nochmal wandern zu gehen, auch weil unsere Schuhe immer noch nass waren.  In Bergen angekommen liefen wir durch die verregneten Straßen, vertrödelten die Zeit bei einem günstigen Döner und fuhren abends zum Flughafen um Patrick, einen Freund von mir, abzuholen. Anschließend checkten wir uns in einem Hotel ohne Rezeption ein und so konnte auch Peter mit uns im Zimmer schlafen. Endlich konnten wir mal wieder duschen und beim Schlafen unsere Füße ausstrecken =)

Am nächsten Morgen machten wir zu Feier des Tages (Peter hatte Geburtstag) ein Weißwurst-Frühstück und machten uns dann auf den „Hausberg“ von bergen zu erklimmen. Erst ging es steile Straßen und Stäffele hinauf, später über Holzstege durch den Wald und ganz oben angekommen erwartete uns wider Schnee, aber zum Glück waren diesmal die Wanderwege geräumt und auf dem Rückweg konnte ich ein Stück den schneebedeckten Abhang auf meiner Regenjacke herunter rutschen.

 


Nach 5h kehrten wir müde, aber glücklich und zufrieden bei McDonalds ein, denn etwas anderes konnten wir uns nicht leisten und die Supermärkte waren aufgrund von Ostern geschlossen.
Am Samstag machten wir uns dann auf den Heimweg. Insgesamt waren wir ohne größere Pausen 12h unterwegs. Es ging über Pässe, vorbei an Fjorden , Wasserfällen, Stabkirchen etc. und wieder über die verschneite Hardangervidda.

Zuhause angekommen blieb Peter noch fürs Fußballspiel und Patrick und ich kochten uns etwas leckeres zu essen.


Dieses Wochenende war ich dann mit den Österreichern, den Spanierinnen und vielen weiteren internationalen Studenten in einer Cabin in den Bergen. Insgesamt waren wir 31 Studenten in einem Haus mit 20 Betten und einem Bad... So teilte ich mir meinen Schlafplatz mit Jakob und Marta, Peter schlief im Flur auf einer Matratze und Dominik und Mire schliefen auf der Couch.
Es war das ganze Wochenende dort gute Stimmung und trotz schlechtem Wetter hatten wir alle eine Menge Spaß. An beiden Abenden gab es „Free Food“; einmal gab es Pizza und am zweiten Abend wurde ein Barbecue veranstaltet mit Hühnchen und Hotdogs. Am Samstag war dann der groß teil wandern. Es war ein Rundweg durch die Berge und Peter und ich kamen mal wieder in den Genuss durch nassen Tiefschnee zu stapfen und nasse Füße zu bekommen. Auf dem Rückweg sind dann Jakob, Dominik und ich das letzte Stück gerannt um einer der ersten unter der Dusche zu sein um noch warmes Wasser abzubekommen...

Am Sonntag hat es den kompletten Tag geregnet und wir haben uns die Zeit mit Schnitzen vertrieben...
Ansonsten waren die Nächte sehr lang. Wir spielten Karten, Poker, machten bis tief hinein in die Nacht Lagerfeuer, es wurde getanzt und alle hatten viel Spaß!!

Viele liebe Grüße aus Norwegen, eure Corinna :-*

03April
2016

We are back

Hallo zusammen,

mit schlechtem Gewissen melden wir uns aus unserer 2 wöchigen Blogpause zurück. Wie Celina im letzten Blogeintrag schon geschrieben hat, erwarteten wir in der Vor-Osterwoche alle Besuch von daheim. Mein Freund Michi, meine Mama & Ingo, Kristins Eltern (& ihr Freund Benito, der ja schon vorher angereist ist) und Celinas Mama und ihre Schwester trudelten nach und nach bei uns ein und bereiteten uns eine schöne Woche hier in Norwegen. Das Wetter war von Montag - Mittwoch für norwegische Verhältnisse super, weshalb wir uns entschieden viel Zeit draußen zu verbringen.  Wir waren unter anderem in Oslo, am Ende der Welt, in Hvasser, die Sobas waren einen Tag in Göteborg, in Lovoya, in Tonsberg, in Horten usw. Dank unserem Outdoor-Studiengang kennen wir nun den ein oder anderen Geheimtipp, wo es sich lohnt mit den Besuchern ein paar schöne Stunden zu verbringen.

 

Am Dienstag luden wir alle zu einem gemeinsamen Barbecue zu uns ein und hatten einen lustigen, gemütlichen Abend mit guten Speisen und Getränken (teilweise aus Deutschland mitgebracht) und einer kleinen Spielrunde. Am Freitag gingen wir noch gemeinsam zum Abschiedsbowling nach Tonsberg, bevor wir uns auch schon nach und nach wieder von allen verabschieden mussten. Die Zeit verging wirklich wie im Flug, aber wir hatten alle eine sehr schöne Woche und bedanken uns an dieser Stelle nochmal bei allen für die tolle Woche und für die vielen, guten Mitbringsel kiss

Corinna war in dieser Vor-Osterwoche mit einem der Österreicher mit dem Auto unterwegs auf einem kleinen road-trip, über den sie noch einen extra Eintrag verfassen wird.

Am Ostermontag waren wir dann wieder alleine in unserem Häuschen und wir waren alle noch den ganzen Tag damit beschäftigt einen weiteren Essay (min. 1500 Wörter) über die Ski-Woche zu schreiben, der Abgabetermin am Dienstag kam dann doch etwas überraschend für uns alle...

Nach einem langen Feiertagswochenende, Gründonnerstag ist hier nämlich auch schon ein Feiertag, gings für uns letzten Dienstag mal wieder in die Uni. Voll motiviert starteten wir in die kurze Uniwoche und bearbeiteten das Thema Öl. Wir besuchten unter anderem auch Norwegens größte Öl-Raffinerie hier in der Nähe, sowie die Küstenverwaltung in Horten, die sich unter anderem um die Öl-verschmutzten Gewässer kümmern und erhielten einen kleinen, interessanten Einblick in das Thema.

Am Donnerstagabend trafen wir uns dann alle gemeinsam im commonroom im Wohnheim wo die Jungs und Mire wohnen, um Peters Geburtstag nachzufeiern. Mittags backten wir noch einen leckeren Kuchen und so stand der perfekten Party nichts mehr im Weg...außeeeer die Türsteher vom Harbour (unserer Standardbar, in der immer die Karaokepartys sind). Obwohl wir jetzt schon ein paar mal dort waren, sind sie ausgerechnet an diesem Abend drauf gekommen, dass man ja eigentlich erst mit 20 in die Bar darf und Celina eigentlich noch zu jung ist. Wir habens mal wieder mit Martas Ausweiß versucht, aber kaum waren wir drin, wurde uns vor dem Klo aufgelauert und schwups waren wir auch schon draußen. Leicht angetrunkenes diskutieren hat leider auch nicht geholfen und so machten wir uns nach leckerem Döner wieder auf den Heimweg...

Am Freitag hatten wir keine Uni (self-study) und wir frühstückten erstmal im Garten bei strahlend blauem Himmel, genossen die Sonne und machten uns einen gemütlichen Abend mit selber gemachten Kässpätzla und High School Musical 1 + 2. Corinna ist mit ein paar anderen international students übers Wochenende auf einem cabintrip.

Gestern trafen wir unsere Kommilitonin Zandra aus Schwäbisch Gmünd in dem kleinen Örtchen Kragero, 1h 40 von uns entfernt. Zandra besucht hier in Norwegen ihre Tante und nimmt dann in Stavanger an einer Austauschwoche für Studenten. Leider war es den ganzen Tag bewölkt und regnerisch und so verbrachten wir den Tag quatschend in einer kleinen Pizzeria und ließen uns auf den neusten Stand von dem Studentenleben daheim bringen.

Heute starteten wir auch gemütlich in den Tag, gehen gleich noch ins Fitnessstudio und machen heut Abend wieder leckere Pizza, denn heute iiiiiiissssst Pizzasonntaaag cool

Morgen haben wir auch noch Wochenende, müssen noch einen kleinen Essay zur letzten Woche schreiben und am Dienstag machen wir dann wieder eine Exkursion und bauen Vogelnester (so stehts zumindest mal im Stundenplan)...mal schauen was uns erwartet. An alle in Deutschland: genießt das tolle Frühlingswetter und schickt bitte mal ein bisschen Frühling & Sonne zu uns hoch, wir warten nämlich immer noch vergeblich darauf. Vereinzelt schaffen es ein paar Sonnenstrahlen zu uns hoch, aber richtig Frühling ists hier leider noch nicht.

Schönen Sonntag euch noch & einen guten Start in die Woche

viele liebe Grüße

eure Nina kiss

18März
2016

Steine, Felsen & Co

Montag ging es motiviert ENDLICH mal wieder in die Uni zu einer Vorlesung (war ganz ungewohnt nach einer Woche Skifahren). Nina und Mimi beschlossen den Tag in Oslo zu verbringen und so ging es nur für Kristin, Corinna und mich zur ersten Geologievorlesung (da wir Nina und Mimi davor zum Zug fuhren waren wir - man glaubt es kaum - eine viertel Stunde ZU FRÜH im Klassenzimmer. So was ist  uns echt auch noch nie passiert!). Unsere Dozentin schätzten wir auf Ende 20, war super symphatisch und erklärte uns den Vormittag über alles Mögliche über verschiedene Gesteinsarten (u.a. Sandsteine, Kalksteine und Magmasteine), Plattenverschiebung usw. bis es sogar der Letzte verstanden und Gefallen daran gefunden hatte.

In der Mittagspause kamen wir zum ersten Mal in den Geschmack des Mensa Essens, was für dein Preis (Frühlingsrolle für umgerechnet nur 1,20€) wirklich gut war !

Danach ging es wieder Mal in den Computerraum um an unserer Wordpressseite weiterzuarbeiten. Nach ca. einer Stunde beschlossen Kristin und ich (wir waren wirklich schon fertig.. also mit dem Meisten :D) nach Hause zu fahren und das wunderschöne Wetter zu genießen.

Um 15 Uhr machten wir uns alle nach den Weg nach Tønsberg, Corinna mit ihrem Papa, Kristin mit Franzi+Philipp, und ich um meine zwei Freundinnen zu treffen, die dort in der Nähe via Couchsurfing untergebracht waren. Nach anfänglichen Orientierungsschwierigkeiten fand ich die beiden dann doch noch und wir genossen den schönen Tag u.a. am Hafen. 

Nachdem wir dann auch wieder Mimi und Nina eingesammelt hatten verbrachten wir den Abend alle zusammen mit Kartenspielen und Gesprächen.

Am Dienstag in der Früh verließ uns dann auch schon Corinnas Papa und wir machten uns auf den Weg zur unserer Geologie Exkursion nach Løvøya, einem kleinen Ort nahe Horten, Mit viel Natur, Wald und einem Badesee, der im Sommer wohl recht gut besucht sein soll.

Wir hatten mal wieder unglaubliches Glück mit dem Wetter, strahlend blauer Himmel und Temperaturen um die 10 Grad. Nachdem wir verschiedene Steine und Felsen benannt und deren Herkunft bestimmt hatten, gng es für uns durch den Wald zu einer wunderschönen kleinen Bucht, direkt an einem Fjord, wo wir ein Lagerfeuer machten und aßen.

Nachdem wir gegessen hatten, genossen wir noch ein wenig die Sonnenstrahlen, bevor es zu nächsten Aufgabe ging: Wir sollten uns in Gruppen verschiedene Aktivitäten für Kinder überlegen, die nichts mit dem Bereich Geologie zu tun haben. Nachdem wir diese vorgestellt und besprochen hatten, sollten wir uns noch verschiedene Felse aussuchen, diese Zeichnen, die Art bestimmen und schließlich einen Teil davon herausklopfen und mitnehmen.

Das Gleiche machten wir auch an einem anderen Ort und auf dem Rückweg sollten wir nach möglichen Kalksteinen Ausschau halten, die wir auf dem Parkplatz mit einer bestimmten Säure auf Kalk testeten (Nina war eine der Einzigsten, die wirklich einen aus Kalk gefunden hatte).

Nach der Exkursion ging es für Nina, Mimi, Marta und mich nach Sandefjord, noch ein bisschen das schöne Wetter genießen und Eisessen, während Corinna Joggen und Kristin ins Gym ging.

Am Abend dann stand die Prognose, die Nordlichter von Åsgårdstrand aus zu sehen sehr gut, obwohl Nina und ich dem gegenüber noch ein bisschen misstrauisch entgegen sahen, da wir sie ja nicht mal in Tromsø erblicken konnten. Nachdem Kristin dann ihren Freund Benito vom Flughafen abgeholt hatte und schließlich beim Balkon zeigen wirklich grüne Flächen im Himmel erhaschen konnte, machten wir uns schließlich gegen halb 1 mit den österreichischen Jungs, den spanischen Girls und unserem Besuch auf Richtung Strand, wo wir sie dann wirklich noch entdeckten.

Die Nacht war dementsprechend nicht wirklich lang, aber trotzdem ging es für uns alle am Mittwoch morgen, mehr oder weniger pünktlich, wieder in die Geologie Vorlesung, in der wir unsere Exkursion und unsere Funde vom Vortag aufarbeiteten. Zwischendrin brachte Nina noch Mimi zum Zug, die uns leider auch wieder verließ. Um 12 Uhr hatten wir dann aber auch schon wieder Schluss und wir machten uns auf den Weg nach Hause. Den Nachmittag verbrachten wir alle mit einem Mittagsschlaf, bevor es hochmotiviert ins Gym ging um endlich mal wieder Sport zu machen und Peter (einer der österreichischen Jungs) bei seinem ersten Fußballspiel hier in Norwegen zu unterstützen. Am Abend kochten wir dann alle noch zusammen und schauten Fußball, das Finale von Bachelor und Germanys Next Topmodel, bis wir alle um halb 2 totmüde ins bett fielen.

Gestern verließen uns dann auch Franzi und Philipp, während wir alle bis um 12 Uhr schliefen. Am Nachmittag kamen dann Dominik und Peter vorbei um mit Corinna ihren Trip nach Bergen zu planen, während wir anderen erst ins Dance Aerobic und dann noch ins Gym gingen. Am Ende waren wir alle so hungrig, dass wir beschlossen mit Marta am Abend ein italienisches Menü zu kochen. Blöd dass wir davor noch duschen UND einkaufen mussten, so dass unserer Hunger wirklich an die Grenze getrieben wurde. Aber es hat sich gelohnt, da das Essen, bestehend aus Salat, Lasagne und Tiramisu, wirklich unglaublich geschmeckt hat.

Während Corinna mit den anderen nach Tønsberg zum Feiern aufbrach, verbrachten Kristin, Nina, Marta, Benito und ich den Abend mit Kartenspielen.

Nun heißt es für uns alle Osterferien, in denen uns wieder ziemlich viel Besuch erwartet unter anderem von unseren Eltern, worauf wir uns natürlich sehr freuen :)

Ein wschönes Wochenende, eure Celinakiss

13März
2016

Full House

Am Freitag ging es mit meinem Papa zum langersehnten Besuch an den Holmenkollen, dem Hausberg von Oslo: Auf dem Programm stand die Biathlon-WM Staffel der Damen. Auch die anderen drei Mädels machten sich auf den Weg nach Oslo, um ein Geburtstags-Party-Outfit zu shoppen und Mimi (Ninas Freundin) vom Flughafen abzuholen ...

 Der für viel Nebel berüchtigte Holmenkollen präsentierte sich an diesem Tag von seiner allerbesten Seite: Blauer Himmel, Sonnenschein und Tanzgruppen mit traditionellen Kostümen. Nachdem wir ein paar Fotos vor der beeindruckenden Sprungschanze gemacht hatten, suchten wir uns gute Plätze auf der Haupttribüne und beobachteten das bunte Treiben im Stadion. Die Athletinnen liefen sich warm, richteten ihre Gewehre beim Anschießen ein, die Techniker testeten Skier und der Stadionsprecher heizte den Fans auf den vollbesetzen Rängen noch mehr ein, die mit Kuhglocken, Vuvuzela, Trompeten und Rätschen für eine ausgelassene Stimmung sorgten. Nachdem eine Blaskapelle die norwegische Hymne gespielt hatte, ging das Rennen dann auch schon los. Auf der Leinwand konnten wir das Rennen auf der Strecke verfolgen und sobald die Athletinnen zurück ins Stadion kamen, wurden die Fans wieder laut und wir verschwanden im norwegischen Fahnenmeer smile. Es war ein spannendes Rennen bis zum Schluss, bei dem Deutschland die Bronzemedaille hinter Norwegen (Gold) und Frankreich (Silber) gewann. Die Stimmung erreichte bei der Flower-Zeremonie ihren Höhepunkt und anschließend harrten wir trotz untergehender Sonne noch anderthalb Stunden im Stadion aus, in der Hoffnung, die deutschen Athletinnen würden bei uns vorbei laufen ... Es kamen aber „nur“ die Italiener, Franzosen und der deutsche Trainer. Auf dem Rückweg machten wir noch einen Abstecher in die königliche Loge, von der wir aber schnell wieder von der Security herunter gerufen wurden ....

Als wir am späten Abend (wir waren auch noch shoppen) nachhause kamen, saßen die Mädels zur Begrüßung im Wohnzimmer. Sie schauten dann noch „Der Bachelor“ an; Papa und ich gingen derweilst schlafen....

Am Samstag besuchte ich mit meinem Vater bei schlechterem Wetter die Stadt Kongsberg im Landesinneren. Da die besten Attraktionen hierzulande erst alle im Mai öffnen, konnten wir leider die stillgelegten Silberminen nicht besichtigen. Wir fuhren an den Fuß des Skigebietes und machten anschließend einen kleinen Stadtbummel entlang des Flusses, der durch sein vieles Schmelzwasser und seine Wasserkaskaden ein tolles Fotomotiv war. Das Biathlon Staffelrennen der Männer schauten wir in einer Hotel Lobby an und fingen uns dafür einen teuren Strafzettel (53€) wegen zu langen Parkens ein.

Als wir nachhause kamen, war Kristins bester Freund Philipp mit seiner Freundin Franzi mittlerweile auch gut bei uns angekommen und die Geburtstagsparty von Kristin war schon im vollen Gange. Die Mädels hatten das Wohnzimmer geschmückt, Nina hatte heimlich bei Marta Kuchen gebacken und auch die österreichischen Jungs ließen es sich nicht nehmen, mit selbstgemachten Kuchen zu kommen.... Um halb elf waren alle gut angetrunken, die Stimmung war M E G A und so nahmen wir den Bus nach Tønsberg, um dort in einer Disco in Kristins Geburtstag rein zu feiern....smile

Heute Morgen waren wir dementsprechend alle müde und freuten uns riesig über Kristins selbstgemachtes Geburtstagsfrühstück mit leckeren Waffeln etc. tongue-out                                 

Danach kam Marta vorbei und wir überreichten Kristin unsere Geschenke. Nina und Kristin machten sich dann mit ihrem Besuch auf, um Verdens Ende anzuschauen (davon habe ich bei meinem letzten Eintrag berichtet), Celina bekam Besuch von zwei Freundinnen, Papa und ich schauten Biathlon wink, machten einen kleinen Spaziergang und bereiteten den Pizzateig vor. Als alle wieder daheim waren, machten wir dann lecker Pizza.


Ihr seht, uns geht es allen gut, alle sind auch wieder gesund und wir genießen es, so viel Zeit zu haben, um mit unseren Freunden von daheim und unseren neuen Freunden von der Uni hier viele Ausflüge etc. zu machen....

Für nächste Woche steht an der Uni Geologie auf dem Programm, bevor dann auch schon die Osterferien vor der Tür stehen!!

Viele liebe Grüße aus Norwegen, eure Corinna kiss

10März
2016

Back in Town

Hallo ihr Lieben,

wo fang ich nur an?! Also, zu erst einmal sind wir alle am Samstag wieder gut von Tromso daheim angekommen. Wie die meisten von euch schon wissen, hatten wir leider kein Glück und mussten ohne die Nordlichter gesehen zu haben wieder zurück fliegen. Hatten echt Pech mit dem Wetter und es war einfach zu bewölkt, um irgendetwas zu sehen frown trotzdem hatten wir ein paar schöne Tage im Norden, worüber Zistin bald noch einen extra Eintrag hoch lädt.

Mich haben Ende letzter Woche schon Celinas oder Corinnas (welche es jetzt genau waren muss noch geklärt werden) Viren angefallen und so konnte ich am Samstag noch einigermaßen mithalten, bevor ich den kompletten Sonntag flach lag und schon um meine Teilnahme an unserem bevorstehenden Skiausflug bangen musste. Nachdem ich von den Mädels super versorgt wurde entschied ich mich abends mitzugehen, was im Nachhinein genau die richtige Entscheidung war. Also hieß es für uns am Sonntag waschen, einkaufen, packen (so warm wie möglich & so viel wie möglich). Corinna war am Freitag in der Uni, wo unsere Dozentin einen Vortrag darüber hielt, wie man erfrorene Gliedmaßen und Leute mit Kälteschock am besten behandeln soll...just in case natürlich. So machten wir uns am Montagmorgen ängstlich auf den Weg zur Uni, wo uns gegen halb 9 der Bus in Richtung Skeikampen, vorbei an Lillehammer (Austräger der Olympischen Winterspiele 1994), fuhr.

Nach ca. 5h Fahrt und kleinem Stopp am Supermarkt kamen wir im schneebedeckten Skeikampen-Resort an. Für die kommenden Tage war Selbstverpflegung angesagt, weshalb wir uns schon vorher einen guten Ess- und Kochplan überlegt haben - darin haben wir ja mittlerweile Übung. Das Resort liegt auf 800m Höhe am Fuß des Berges Skeikampen (1124m) und somit direkt an der Ski-Piste. Der Aufbau erinnerte mich etwas an ein kleines Dorf mit netten Holzhäusern, einem Hotel, verschiedenen Shops und Restaurants. Wir 4 german Girls teilten uns ein Schlafzimmer und das Bad und mit den 3 Österreichern und einem Spanier teilten wir die Küche und das Wohnzimmer. Die anderen waren auch auf verschiedene Apartments verteilt. Das Apartment war modern eingerichtet und Zistin & ich konnten endlich mal in einem meeega bequemen Doppelbett schlafen und mussten zur Abwechslung mal nicht hoch aufs Stockbett krabbeln (wie in Stockholm und Tromso). Kurz nach der Ankunft machten wir uns alle gemeinsam auf den Weg zum Skiverleih und holten uns dort unsere Langlaufski und testeten diese natürlich auch gleich aus. Für mich und einige andere war es das erste Mal auf diesen wackeligen, dünnen Dingern und nach mehreren Begegnungen mit dem Boden und ersten kleinen Hügelfahrten waren wir nach 2h wieder zurück im Zimmer, wo wir Zeit hatten zu duschen und was zu essen. Abends trafen wir uns noch alle gemeinsam, um den traditionellen norwegischen Folktanz zu lernen, dessen Schritte ursprünglich aus dem Rheinland kommen, uns also quasi in die Wiege gelegt und daher kein Problem tongue-out

Am Dienstag trafen wir uns um 9 Uhr auf unseren Langlaufski mit gut gepacktem Rucksack mit Tee, Essen, extra Pulli etc. Zuerst mussten wir alle unsere Ski wachsen und machten uns dann wenig später bei strahlend blauem Himmel auf den Weg 1,5km weg vom Resort. Ich hab ziemlich schnell festgestellt, dass ich viiiiiel zu warm angezogen war und musste mich erstmal aus ein paar Schichten schälen, der Zwiebellook bewährte sich mal wieder. Die einen schneller, die anderen weniger schnell am ausgesuchten Platz von unseren Dozenten angekommen watschelten wir alle mit unseren Ski auf Tiefschnee herum und sollten dort eine geeigente Stelle für ein Lagerfeuer suchen. Ja klar, mitten im Schnee ein Lagerfeuer - war auch mein erster Gedanke. Zum Glück haben wir einige motivierte und outdoor-erfahrene Student_innen bei uns im Kurs und fingen an mit Schaufeln eine kleine Grube zu graben. Das Feuer wurde dann doch auch recht schnell entfacht und wir konnten unsere mitgebrachten Würstchen etc. grillen. Letzte Woche wurden wir schon von Kari-Anne in Gruppen eingeteilt und am Dienstag hatten wir dann die Aufgabe in unseren Gruppen einen Slalomparcour, eine kleine Schanze und eine Buggelpiste im Schnee zu bauen. Die Umsetzung hat in allen Gruppen gut geklappt und Spaß gemacht und forderte noch einmal von jedem Ideen und neue Fähigkeiten, vor allem weil wir die ganze Zeit auf unseren Ski waren. Danach machten wir noch einen kleinen Spaziergang im Tiefschnee und wer da mal hinfällt, kommt gar nicht wieder so leicht da raus, das könnt ihr uns glauben...nach dem Ausflug bekamen wir noch Zeit normal Ski fahren zu gehen, dieses Angebot nutzen Kristin, Corinna, Mire und die Jungs, währen Celina & ich uns für die heiße Dusche entschieden. Später gönnten wir uns dann wieder alle zusammen ein leckeres Abendessen, bevor wir den Abend entspannt ausklingen ließen.

Am Mittwochmorgen entschied ich mich im Apartment zu bleiben, da mein Husten sich leider etwas verschlechtert hatte. Ich bekam die Aufgabe eine kleine Präsentation über das Gebiet Skeikampen vorzubereiten, während die anderen einen echt anstrengenden Langlauf-Ausflug gemeistert haben. Es ging ziemlich steil und lange einen Berg auf, wo sie dann kleine Schneehöhlen bauten, bevor sie wieder alles im Schuss runter fahren durften. Gegen 14 Uhr kamen sie wieder im Apartment an und bis dahin war meine Präsentation auch vorbereitet. Nach Mittagessen und kleiner Pause trafen wir uns kurz vor 5 nochmal um zu den vorbereiteten Plätze vom Vortag zu fahren (Schanze, Buggelpiste, Slalom). Dort teilten wir uns wieder in Gruppen ein und machten eine kleine 'Arena', wo jeder alles mal testen konnte. Danach hatten wir die Aufgabe in unseren Gruppen eine Schneeskulptur zu bauen, passend zu verschiedenen Themen, die wir letzte Woche zugeteilt bekamen. Corinna und ich hatten z.B. das Thema Peer Gynt, eine Geschichte die in diesem Gebiet spielte und wir bauten mit unserer Gruppe ein Rentier. Langam wurde es dann auch schon dunkel und daher leider auch immer kälter. Wir konnten noch am Lagerfeuer was zu essen machen, man merkte allerdings schon die Aufbruchstimmung und so gab es noch Mini-Präsentationen von jeder Gruppe zu seiner Skulptur, bevor wir wieder zurück fuhren.

  

Heute morgen war jedem die Anstrengung der letzten Tage ins Gesicht geschrieben. Nach meiner vorbereiteten Präsentation und einer kleinen Reflektionsrunde machten wir uns auf den Rückweg zur Uni. Nach 30 min. machten wir noch einen kleinen Stopp im Freiluftmuseum Maihaugen bei Lillehammer, wo wir eine Stunde eine Führung machten und uns anschauten wie die Menschen früher gelebt haben, wie die Häuser aussahen und sich verändert haben.

 

Alles in allem hatten wir wirklich ein paar sehr schöne Tage in Skeikampen, das Wetter war wirklich hervorragend und jeder ist etwas über sich hinaus gewachsen und konnte seine Fähigkeiten von Tag zu Tag verbessern. Wir sind alle ziemlich stolz auf uns, dass wir das ohne Kälteschock oder erfrorene Gliedmaßen so gut gemeistert haben smile

Für die kommenden Tage sind wir auch schon ziemlich ausgebucht. Corinnas Papa ist heute gekommen, die 2 gehen morgen zusammen nach Oslo zum Biathlon. Dann kommt mich morgen für ein paar Tage die liebe Mimi besuchen (mein erster Besuch hier - yaay), am Samstag kommen 2 Freunde von Kristin, die dann am Sonntag Geburtstag hat (den wir natürlich gebührend feiern werden) uuuuund am Sonntag kommen 2 Mädels von der Celina. Haben dann nächste Woche noch Uni, bevor wir eine Woche Osterferien haben, in der jede von uns auch nochmal Besuch von der Familie bzw. dem Freund bekommt. Ihr seht also - uns wirds hier definitiv nicht langweilig, immer was los im Deutschen Haus...

Viele liebe Grüße und ein schönes Wochenende wünscht euch eureeee

Nina aus Norway kiss

Auf dieser Seite werden lediglich die 10 neuesten Blogeinträge angezeigt. Ältere Einträge können über das Archiv auf der rechten Seite dieses Blogs aufgerufen werden.